Pareto Effizienz Beispiel Essay

On By In 1

 
AutorNachricht
fel
Gast






Verfasst am: 02 Dez 2004 - 15:47:09    Titel: Pareto-Effizienz

Guten Tag!

Ich bin Medieninformatiker und muss mir ABWL I anhören und komm grad mit der Pareto-Effizienz nicht klar.
Ein paar Definitionen hab ich schon gefunden und prinzipiell kapiert, aber im konkreten Kontext kann ich's nicht anwenden.
Ich hab eine Auszahlungsmatrix und soll die pareto-effizienten Kombinationen angeben. Ausserdem soll ich die Strategiekombination angeben, welche die Summe der Einzelauszahlungen maximiert (?! ist das die (10,10) ?!):
Code:

     N     M     H
N (10,10)(4,9) (1,15)
M (9,4)  (6,6) (4,5)
H (15,1) (5,4) (3,3)


Ist das verständlich, oder bedarf es noch weiterer Information?

Hoffe, mir kann wer helfen
Danke schonmal
Gruss felix
Mango
Senior Member




Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

Verfasst am: 04 Dez 2004 - 01:45:22    Titel:

Moin, is ja süß was ihr da treibt

Also: Ein Zustand ist pareto-effizient, wenn es nicht mehr möglich ist, mindestens ein Individuum besser zu stellen, ohne ein anderes schlechter zu stellen.

Also können NICHT pareto-effizient sein:

(4,9), (9,4), (6,6), (4,5), (5,4) und (3,3), denn (10, 10) ist diesen gegenüber pareto-superior(d.h. quasi pareto-"besser), denn es war möglich, BEIDE noch besser zustellen.

(10,10), (15,1) und (1,15) sind alle drei pareto-effizient, denn wenn man ein Individuum besser stellen will, muss man das andere schlechter Stellen. Diese drei sind also pareto-effizient, aber untereinander nach dem Pareto-Kriterium nicht vergleichbar.

Wie Du schon richtig sagst, würde die Strategie N,N die gemeinsamen Auszahlungen maximieren.
jabejc
Newbie




Anmeldungsdatum: 06.12.2004
Beiträge: 25

Verfasst am: 06 Dez 2004 - 10:09:53    Titel: Wollte noch meinen Senf dazu abgeben ;)

PA R E TO - EF F I Z I E N Z bedeutet, dass ein Individuum seinen Nutzen durch Umverteilung nur erhöhen kann, indem ein anderes schlechter gestellt wird ! es gibt keine Allokation, die alle Individuen besser stellt !
Aber dieser Zusammenhnang mit einer Matrix, alle Achtung davon habe ich nie was gehoert. War wahrscheinlich gerade Kreide holen
fel
Gast






Verfasst am: 06 Dez 2004 - 16:33:04    Titel: danke :-)

hi!

na dann mal vielen dank. glaub, ich hab das jetzt auch gerafft. mal kucken obs richtig is

danke und bis denn (werd mich bestimmt mal wieder melden )

gruss felix

 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum

Die Pareto-Effizienz ist ein Kriterium zur Beurteilung der ökonomischen Effizienz einer Verteilung.
Eine Verteilung wird dann als pareto-effizient bezeichnet, wenn man durch Tausch der betrachteten Güter keine der beteiligten Personen mehr besser stellen kann, ohne eine andere Person schlechter zu stellen. Vereinfacht könnte man auch einfach sagen, eine Verteilung bzw. eine Situation ist pareto-effizent wenn niemand mehr freiwillig mit einem anderen tauscht.
Eine wichtige Einschränkung der Pareto-Effizenz ist, dass diese die Gerechtigkeit einer Verteilung überhaupt nicht beurteilt. So muss eine pareto-effiziente Verteilung nicht zwingend eine optimale Verteilung sein.
Benannt ist dieses Effizienzkriterium nach dem Italienischen-Schweizerischen Ökonomen Vilfredo Pareto, der es als erster untersuchte und beschrieben hatte.

Beispiele von pareto-effizienten Verteilungen:
Anna und Beat mögen beide sowohl Ananas als auch Bananen. Nun bekommt Anna eine Ananas und Beat eine Banane von der Grossmutter. Diese Verteilung ist pareto-effizient. Man könnte zwar Anna oder Beat besser stellen, in dem man ihnen mehr Bananen oder eine zusätzliche Ananas geben würde, aber das wäre nur möglich wenn man sie jeweils dem anderen wegnehmen würde und ihn so schlechter stellt.
Die Situation wäre auch pareto-effizient, wenn Anna die Ananas und die Banane und Beat nichts hätte. Hier wird klar, dass die Pareto-Effizienz nichts über die Gerechtigkeit einer Verteilung aussagt.

Beispiele von nicht pareto-effizienten Verteilungen:
Wir gehen wieder von Anna und Beat aus. Wiederum schenkt ihnen ihre Grossmutter eine Ananas (für Anna) und eine Banane (für Beat). Leider ist nun aber ihre Grossmutter bereits etwas vergesslich. Anna hat ihrer Grossmutter doch schon oft gesagt, dass sie keine Ananas mag und auch Beat schmecken Bananen überhaupt nicht. Wenn nun Anna die Ananas und Beat die Banane hat so sind sie bereit freiwillig untereinander zu tauschen. Diese Situation wäre also nicht pareto-effizient bzw. pareto-ineffizient. Man kann durch Tausch Anna und Beat besser stellen.
Die Situation wäre auch nicht pareto-effizient, wenn Anna zwar Ananas und Bananen mag, aber Beat mit Früchten überhaupt nichts anfangen kann. Mit einem "Tausch" könnte man zwar nun nur Anna besser stellen (indem man ihr auch noch die Banane von Beat gibt), aber Beat würde nicht schlechter gestellt, weil ihm die Banane ja nichts bringt.

Vimentis finanziert sich durch die Spenden privater Gönner.
Sie können dieses Glossar/Lexikon kostenlos in Ihre eigene Webseite einbauen! Mehr Infos

Artikel wurde am 30.12.2011 aktualisiert


Weblinks / Quellen

Keine gefunden.

Vimentis Publikationen zum Thema

0 comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *